Tools für den Klimapfad.

Werkzeuge

Die vom Fachteam der Initiative Wohnen.2050 (IW.2050) entwickelten Werkzeuge unterstützen Wohnungsunternehmen dabei, individuelle Klimastrategien zu erstellen, abzustimmen, umzusetzen und fortzuschreiben. Alle Partner können diese direkt nach Beitritt kostenfrei nutzen – unabhängig von der Unternehmensgröße. Ebenso stehen sie auch den angeschlossenen Branchenverbänden zur Verfügung.

Egal, ob erste Analysen oder fortgeschrittene Entwicklung eines Klimapfads – diese Werkzeuge sind in allen Arbeitsphasen hilfreich. Sie verringern den Zeit- und Personalaufwand beim Generieren objektiver Klimadaten des eigenen Bestands. Somit sorgen sie für einen niedrigschwelligen Start in das Thema.

Aktuell umfasst der IW.2050-Werkzeugkasten drei große Tools, die kontinuierlich weiterentwickelt werden:

  • KlimaPfadfinder
  • KlimaFinanzierung
  • KlimaRisikoanalyse

Hinzu kommt das „schlankere“ Werkzeug CO2-Zielmonitoring.

Alle basieren auf Excel, verwenden keine Makro-Funktionen und sind somit ohne IT-Einschränkungen einsetzbar. Zudem werden sie von unserem Fachteam regelmäßig überarbeitet. Bei der Optimierung beziehen wir stets das Feedback der Anwender:innen mit ein.

Ebenfalls wesentlich: das ideale Zusammenspiel aller Werkzeuge. Beispielsweise sind Annahmen und Prognosewerte der Klima-Werkzeuge so harmonisiert, dass die jeweilige Bearbeitung nahtlos anschließt. Die Ergebnisse bedingen sich gegenseitig, lassen Rückschlüsse zu und dienen als wichtige Entscheidungshilfe.

Mit diesem Kanon liegt der Wohnungswirtschaft erstmals ein vollständiger, praxisnaher und bedarfsgerechter Werkzeugkasten vor. Er versetzt die Unternehmen in die Lage, mit geringem Aufwand die eigene Strategie langfristig und konsequent gemäß den Klimazielen auszurichten.

KlimaPfadfinder

Der KlimaPfadfinder für CO2-Ist-Bilanz, technische Zielpfade und Kostenabschätzung wurde im Mai 2024 als Nachfolger der Werkzeuge der ersten Generation veröffentlicht. Er führt die beiden bisherigen Werkzeuge zu Bilanzierung und Technik zusammen und basiert auf praktischen Erfahrungen der Nutzer:innen sowie denen des Fachteams. Schritt für Schritt erfuhr das Werkzeug eine praxisnahe Weiterentwicklung.

Gestartet wird mit der Erfassung der Energieerzeuger und Energieträger, gefolgt von umfangreichen Abfragen und Eingaben zu den Gebäuden im Portfolio. Die IW.2050 stellt den KlimaPfadfinder in drei Größen für eine unterschiedliche Anzahl von Gebäu­den bereit. Dies gewährleistet eine hohe Berechnungsgeschwindigkeit. Das Werkzeug unterstützt eine gebäudeweise Zuordnung von klimarelevanten Unternehmenskennzahlen. Eventuell fehlende Angaben werden durch hinterlegte Literaturwerte ergänzt.

Eine automatisierte Clusterung des Gebäudeportfolios erfolgt auf Basis der Eingangsdaten. Sie erlaubt es Wohnungsunternehmen, passende Handlungsfelder zu identifizieren. Dies ist nach verschiedenen voreingestellten – aber auch frei wählbaren – Kriterien möglich.

Basierend auf der detaillierten Gebäudeliste und den ausgewerteten Eingaben entsteht schrittweise ein individueller Modernisierungspfad für Ihren Bestand – inklusive Kostenberechnung. Vergleichen Sie zwei Varianten Ihres Modernisierungspfads:

  • Ermitteln Sie, was mit den verfügbaren Mitteln erreicht werden kann: Wie viele Maßnahmen lassen sich bis 2045 umsetzen und wie hoch sind die verbleibenden Emissionen (kg CO₂/m²/a) im Jahr 2045?
  • Prüfen Sie, welches Investitionsvolumen erforderlich ist, um bis 2045 Klimaneutralität zu erreichen. So werden die Kosten der Klimaneutralität im Zieljahr transparent.

Regelmäßige Online-Veranstaltungen wie ein zweitägiger Workshop und Q&A-Sessions unterstützen unsere Partner bei der Anwendung dieses Werkzeugs. Zusätzlich steht ein Video-Tutorial im internen Partner-Bereich bereit.

KlimaFinanzierung

Seit Gründung der IW.2050 hat das speziell für die Wohnungswirtschaft entwickelte Werkzeug KlimaFinanzierung die Partner bei zentralen Fragen unterstützt: Inwieweit ist eine Finanzierung unter den eingegebenen Parametern möglich? Und: Welche Finanzierungslücke ergibt sich für das Unternehmen?

Ausgangspunkt ist eine Bestandsbewirtschaftung in einem eingeschwungenen Zustand. Ausgehend vom Jahresergebnis werden in verschiedenen Szenarien Prognosen für die Auswirkungen notwendiger Klimainvestitionen abgebildet. Sie werden anschließend in ihrer Wirkung auf Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Cashflow approximiert. Nutzer:innern erhalten somit eine realistische Einschätzung des verbleibenden Finanzierungsdeltas auf dem Weg zur Klimaneutralität.

In Zusammenarbeit mit dem VdW Rheinland Westfalen wurde das Werkzeug zwischenzeitlich umfassend überarbeitet.

Regelmäßige Online-Veranstaltungen unterstützen unsere Partner bei der Anwendung auch dieses Werkzeugs. Zusätzlich steht ein Video-Tutorial im internen Partner-Bereich bereit.

KlimaRisikoanalyse

Mit Hilfe des Werkzeugs KlimaRisikoanalyse sind Eintritt und Auswirkungen von Klimarisiken besser abzuschätzen. Mit Blick auf das Klimaanpassungsgesetz, verschärfte ESG-Anforderungen sowie EU-Berichtspflichten wird dieses Werkzeug für die Branche zukünftig weiter an Bedeutung gewinnen.

Die inzwischen überarbeitete Version enthält nun eine zweistufige Analyse: Als Erstes werden physische und transitorische Risiken auf einer unternehmensweiten Aggregationsebene ermittelt. Anschließend besteht die Möglichkeit, standortspezifische Details für jede Liegenschaft zu erfassen.

Die neue Version des Werkzeugs wurde an Terminologie und Anforderungen von CSRD und VSME angepasst. Sie bietet eine übersichtlichere Darstellung und ermöglicht Unternehmen auch ohne Vorerfahrung einen niederschwelligen Einstieg in die Thematik. Das trägt dazu bei, die Klimaresilienz von Gebäuden zu steigern und regulatorische Anforderungen zu erfüllen.

CO2-Zielmonitoring

Das CO2-Zielmonitoring hilft, Maßnahmen zur Reduktion der CO2-Emissionen aus dem Bestand zu monitoren, zu steuern und gegebenenfalls anzupassen. Daher ist dieses „schlankere“ Werkzeug aus dem Jahr 2022 primär für Unternehmen geeignet, die bereits einen Modernisierungsplan oder ein entsprechendes Szenario entwickelt haben.

Die aktuelle Beta-Version, erstellt 2023, verfügt unter anderem über ein adaptives Dashboard, um übergeordnete THG-Einsparungen zu steuern. Ebenfalls ergänzt: ein separates Analyse-Sheet zur Fortschrittsübersicht mit Differenzierung zwischen Handlungsfeldern nach CO2-Zuwachs (z. B. Zukauf) und CO2-Minderung (z. B. Energetische Modernisierung).

Perspektivisch ist eine Integration dieser Handreichung in den KlimaPfadfinder vorgesehen.

Werkzeuge im Partner-Bereich

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